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„Holocaust in Gaza“ – Au Backe Dezember 30, 2008

Posted by Bommel in Ein deutscher Jude.
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Also meine Lieben,

ich habe ja wohl nicht als einziger diese Demo-Plakate gesehen.   Aber mir haben sie eine ganz wesentliche Erkenntnis vermittelt: Ich kann alles vergessen, was ich bisher über die „Endlösung der Judenfrage“ zu wissen glaubte.  Denn nach Auffassung der Plakatträger war es so:
Die deutschen Juden hatten ein eigenes, ca. 360 qkm großes Staatsgebiet innerhalb Deutschlands. Das legten sie zunächst mal während  interner Auseinandersetzungen zu etwa 50 Prozent in Schutt und Asche.  Zu dem bombardierten sie sieben Jahre lang die umliegenden deutschen Städte und Dörfer. Die Deutschen, die dies alles in Langmut ertragen hatten,  . . . 
Und dann kam wohl der Werbungsblock .

Nun bin ich ja meistens mies drauf, so dass es schon gar nicht mehr auffällt.  Zur Zeit aber kriege ich flächendeckend die Krätze.  Herr Ban spielt U Tanth und die deutschen Medien bilden Meinung.  Ja, was (mehr…)

Kippa in der Öffentlichkeit? – Nein! Dezember 28, 2008

Posted by Bommel in Ein deutscher Jude.
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Obwohl es mich manchmal hart ankommt. Vor allem dann, wenn ich einer Front von Kopftüchern gegenüber stehe.  Doch ich bin ein harter Verfechter der Laizitee, die wir hier in Deutschland nicht haben.  In Frankreich haben sie sie und lassen sie erweichen.  Elisabeth Badinter kriegt nur noch die Krätze.
Ist vielleicht doch ein wenig kurz, so.  Also dann die Langfassung. (mehr…)

Nicht vermisst – aber wieder da Dezember 28, 2008

Posted by Bommel in Allgemeines, Spiel- und Lernseite.
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Vor drei Wochen schon hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich mein armes kleines Blog so vernachlässige.  Nun sind es sechs Wochen, da ich zum letzten Mal hier was schrieb. Offensichtlich habe ich eine recht hohe Schwelle, was das Ertragen von Gewissensqualen betrifft.  Nun aber ist es wirklich an der Zeit.
Nach Umzug und Einarbeitung (ich bin als Lehrer an der Hauptschule tätig) habe ich mich jetzt hier eingesiedelt.  Alte Bischofsstadt, ehemals Hessisch-Sibirien,  Einheitsgemeinde mit meist in der Umgebung lebenden Mitgliedern.  Davon demnächst mehr.

Was ich noch getan habe in den sechs Wochen:  Ich habe mir einen Wolf gebastelt.  Neben Mathe unterrichte ich Wirtschaft, Politik, Geschichte, Erdkunde und Arbeitslehre. Und blicke dabei immer wieder in tiefe tiefe Löcher. Daher habe ich eine Spiel- und Lernseite für meine Schüler (und andere Besucher) gebastelt.  Und bastle weiter daran.  Memories, Puzzles, Zuordnungsübungen, Galgenmännchen und Quizzes zu Erdkunde, Geschichte und Politik.  Und ich frage ab am nächsten Tag.
Es hilft tatsächlich.  Zur gefälligen Betrachtung, zum Spielen und Raten, hier ist der Link:

http://achetaton.kilu.de/bastel/index.html

Kritik, auch negative (aber vielleicht doch e bissel konstruktiv ?) ist ausdrücklich erwünscht.

Liebe Grüße
Bommel

Umzug – nie wieder November 14, 2008

Posted by Bommel in Allgemeines.
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Eben gerade sehe ich, dass ich geschlagene viereinhalb Wochen mit dem eigenen und der Beihilfe zu einem anderen Umzug verbracht habe. Und das war nicht nur lustig. Vor allem da nicht, als der Schrank meiner Compagna (250 cm * 220 cm * 70 cm) es sich während des Aufstellens anders überlegte. Er beschloss nämlich, zurückzufallen.

In dem Moment, als ich ihn abfing, wurde mir klar: Ein Jud gehört ins Kaffehaus.

Shabbat Shalom
bommel

Nachtrag um Missverständnissen vorzubeugen: Der zusammen gebastelte Schrank hat die Maße 250 * 220 * 70. Nicht die Compagna.

Die Hütte steht . . . Oktober 13, 2008

Posted by Bommel in Ein deutscher Jude.
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am Balkon. Parkettreste in Klicksystem hatte ich vor Jahren günstig ergattert. Die geben in Verbindundung mit drei 40er- und zwei 20er-Latten eine prima Sukkah ab. Nun gut, mittler Weile muss ich etwas fester drücken, um Nuten und Federn ineinander zu passen. Doch wie es aussieht, wird das gute Stück mich noch einige Zeit begleiten.

Über dem Rhein-Main-Kessel ist der Himmel weissgrau. Regen ist angesagt. Das lässt auf eine Eintopf-Woche schließen. Und scharfe Rezepturen.

chag sameach wünsche ich und shavua tov

Ein deutscher Jude Oktober 12, 2008

Posted by Bommel in Ein deutscher Jude.
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Ein Jecke also. Obwohl ich mir so jeckisch gar nicht vorkomme. Vielleicht liegt das an dem väterlichen Erbe: Drohobych. Beide Eltern waren bis zuletzt staatenlos. Mein Vater, weil er die deutsche Staatsbürgerschaft nie beantragt hatte. Da war ihm DP noch lieber. Meine Mutter, weil die Nazis ihrer Familie die Staatsbürgerschaft genommen hatten. Und sie diese in Deutschland wieder hätte beantragen müssen. Eher hätte sie freiwillig Schweinebraten gegessen.

Nun, ich habe mich 1990 für den deutschen Pass entschieden. Ich lebte nun mal hier, verdiente hier mein Geld und hatte hier Freunde. Was sollte ich so tun, als säße ich auf Koffern? Die örtliche Gemeinde hatte um die dreihundert Mitglieder, kaum alt Eingesessene aber ein buntes Völkchen. An Shabbes, nach Maariv, besetzten einige von uns dann ganz gern den Griechen um die Ecke. Das war eher einvernehmlich als der einheitliche Maariv zuvor.

Jüdisch sein war als Kind, zu Hause weniger ein religiöses als ein alltägliches Thema. Ich habe (mehr…)

Meine Menschen Oktober 7, 2008

Posted by Bommel in Allgemeines, Juden anderswo, Juden in Deutschland.
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Auf der Seite menschenstelle ich in unregelmäßiger Folge – ja Menschen vor. Menschen die ich mag, Menschen die mir etwas geben, Menschen, denen ich mich verbunden fühle. Manchmal wird es zur Ikonografie, manchmal zum Krätzbalken. Doch jede(r) von ihnen war mir in bestimmten Situationen nah oder wichtig. Nicht wenige sind es noch heute.

Jedes Bild führt zu einer Seite. Dabei ging es mir weniger um die biografischen Daten, als um die jeweilige Besonderheit des jeweiligen Menschen. Eben sehe ich, dass ich da wohl noch viel zu tun habe. Nach Jom-Kippur.

Juden in Birobidschan – vergessen? Oktober 5, 2008

Posted by Bommel in Juden anderswo.
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Hallo ihr Lieben,

ich kehre soeben von einer weiteren virtuellen Wanderschaft zurück. Diesmal war ich in Birobidjan. Biro – was? Richtig: Birobidjan!

Ob dort Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen ( die Wahrscheinlichkeit ist groß ) weiss ich nicht. Doch die Flüsse Bira und Bidzhan fließen dort
zusammen und die natürliche Grenze zu China bildet der Amur. Damit ist die geographische Lage beschrieben: Es handelt sich um den südöstlichsten Zipfel der ehemaligen Sowjetunion.

Wenn es eine Hitliste der misslungenen Experimente gäbe, stünde Birobidschan ganz weit oben. (mehr…)

Juden in Deutschland – Hachscharah Oktober 3, 2008

Posted by Bommel in Historie, Juden in Deutschland.
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 Ich habe mal wieder geblättert und bin dabei auf Berufsumschichtung und Hachscharah gestoßen. Berufsumschichtung innerhalb der jüdischen Erwerbspersonen war schon im 19. Jahrhundert als notwendig erachtet worden. Denn der größte Teil der städtischen Judenheit war kaufmännisch ausgebildet. Auch wenn dies geschichtliche Ursachen hatte: Die Welt hatte sich geändert. Jüdische Verbände wollten ihre Menschen wieder an Berufe der Urproduktion und des Handwerks heran führen. Eine der Gründungen aus jener Zeit war die „Israelitische Gartenbauschule“ 1893 in Ahlem bei Hannover.

Und dann änderte sich die Welt noch einmal. (mehr…)

Juden in Deutschland – „Ostjuden“ Oktober 1, 2008

Posted by Bommel in Historie, Juden in Deutschland.
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Im April 1990 richtete die Volkskammer der DDR an alle Juden eine Bitte um Vergebung für die von Deutschen begangenen Verbrechen. Der Ministerrat verabschiedete im Juli darauf eine Sonderregelung, wonach einreisewilligen sowjetischen Juden und Jüdinnen ein Bleiberecht zu gewähren sei. Damit verbunden war die Garantie für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitserlaubnis. [Anm.: Burgauer, 267ff.]

Mit dem Beitritt der neuen Bundesländer zum Geltungsbereich des Grundgesetzes erfolgte die Einreise nunmehr in BRD-Gebiet. Beschlossen durch die Innenministerkonferenz der BRD 1991 , wurde die Zuwanderung für Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wurde bis zum 31.Dezember 2004 durch das Kontingentflüchtlingsgesetz – HumHAG- geregelt. Daher bezeichnet man diese Zuwanderer auch als „Kontingentjuden“. Oder als „Abschiedsgeschenk der DDR“ an die Bundesrepublik.

Kürzlich erzählte mir ein junger Freund, das viele der eingesessenen Juden auf ihn und seine Familie herab sehen würden. So, wie auch auf andere Einwanderer aus den ehemaligen GUS-Staaten. (mehr…)