Obwohl es mich manchmal hart ankommt. Vor allem dann, wenn ich einer Front von Kopftüchern gegenüber stehe.  Doch ich bin ein harter Verfechter der Laizitee, die wir hier in Deutschland nicht haben.  In Frankreich haben sie sie und lassen sie erweichen.  Elisabeth Badinter kriegt nur noch die Krätze.
Ist vielleicht doch ein wenig kurz, so.  Also dann die Langfassung.

Das Thema ist Hunderte von Malen ausdiskutiert und breit getreten.  Fast kann es einem Leid tun.  Das Thema:  Kippa in der Öffentlichkeit.  Gleichwohl stößt es immer wieder nach oben.  Spätestens zu den Feiertagen.  Und davon hatten wir ja in der letzten Zeit etliche.  Feiertage sind hier zu Lande gesetzliche Feiertage.  Also jene – außer dem 3. Oktober – christlichen Ursrungs.  Also nicht die unseren.  Ansonsten gelten Urlaubsbestimmungen oder Ferienregelungen. 
Nun schön, ich halte mich dran, schließlich lebe ich hier.  Wer sich in großer Zahl nicht dran hält, sind die muslimischen SchülerInnen.  Die fehlen nach Kalender.  Nach ihrem Kalender.

Ich arbeite an unseren Feiertagen.  Selbstverständlich stehe ich an Chanukka in der Klasse.  Selbstverständlich würde ich mir lieber die Jarmulke aufsetzen um zu demonstrieren: Seht her, ich komme auch am Feiertag.  Doch ich tue es nicht und ich tue es bewusst nicht.  Denn wenn ich mein Haupt bedecke geht mir das letzte, wenn auch nicht juristisch wirksame ,  Argument gegen die Kopftücher flöten.

Ich kann schon verstehen, dass Elisabeth Badinter in Frankreich, dem Staat der Laizitee, die Krätze kriegt.  Ich kriege sie hier nämlich auch.

Liebe Grüße
Bommel

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