Sucht man in google nach der Jüdischen Gemeinde Essen findet man die üblichen Angaben: talmud.de, juden, de, zentralratdjuden.de, religion-online.de undsoweiterundsofort. Jeweils auch mit Hinweis auf eine eigene Homepage. Oder auch auf keine.

An allererster Stelle steht „Jüdische Gemeinde“ neben einer Google-Map-Abbildung und einem Link: toldot.ru. Spannend. Toldot Jeshurun ist bekannt. Nicht meine Fraktion, aber immerhin deutlich. Auf der Seite von Toldot Jeshurun finde ich dann auch zwei deutsche Standorte, Beis Midrash d’Berlin und Beis Midrash Stuttgart. Nicht jedoch Essen.

Da war doch was.

Richtig: Johann L. Juttins bereist für die Jüdische Zeitung einige Orte, in der Dezember-Ausgabe 2009 schrieb er über Essen. Dort steht wohl noch immer Jewgenij Budnizki der Gemeinde vor. Private Dinge gehen mich nichts an, andererseits: wenn jemand eine jüdische Gemeinde repräsentiert, sollte er vielleicht doch seine persönliche Lebensführung daran anpassen.

Nach zwei Jahrzehnten noch immer kein Rabbiner? Nun ja, vielleicht verlässt man sich in der mehr als 900 Mitglieder starken Gemeinde auf Toldot Jeshurun, die haben ja 350. Aber vielleicht doch eher anderswo?

Dann hörte ich das Telefon-Interwiev des „Erle“-Journalisten Hans-Joachim Steinsiek mit Michal Gaisman (2007?), die der Führung dieser Gemeinde wegen offiziell aus der Gemeinde austrat.

Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich habe durchaus etwas für russische Kulturvereine übrig. Doch öffentliche Mittel sollen den in den Staatsverträgen festgelegten Zwecken dienen.

Advertisements